Nahrungsergänzung im Blick: Eisen


Sinn oder Unsinn?
Nahrungsergänzung im Blick: Eisen
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Ständig müde und schwach? Vielleicht steckt zu wenig Eisen dahinter. Denn besonders junge Frauen leiden häufig unter dem Nährstoffmangel. Dabei sind die Symptome leicht zu beheben.
Eisen für die Blutbildung
Das Metall Eisen zählt zu den Spurenelementen. Das heißt, dass Menschen den Nährstoff nur in sehr geringen Mengen benötigen. Trotzdem spielt Eisen eine zentrale Rolle im Stoffwechsel. Als Bestandteil des Hämoglobins hilft es den roten Blutkörperchen – den Erythrozyten – Sauerstoff im Blut zu den Organen zu transportieren.

Gute und schlechte Eisenlieferanten
Der tägliche Eisen-Bedarf wird eigentlich über die Nahrung gedeckt. Besonders viel ist in dunkler Schokolade, Sesam oder Fleisch enthalten. Aber auch Haferflocken, Nüsse, Vollkornbrot oder Feldsalat enthalten viel Eisen. Das Problem: Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird im Darm viel schlechter aufgenommen als aus tierischen Produkten. Menschen, die sich überwiegend von Pflanzen ernähren, nehmen deshalb oft zu wenig Eisen auf. Kommen dann noch andere Faktoren hinzu, wie zum Beispiel eine starke Regelblutung, eine chronische Magen-Darm-Erkrankung oder eine Schwangerschaft, entwickelt sich oft ein Mangel.

Mangel weit verbreitet
Der ist gar nicht so selten: Immerhin sind in Deutschland fast 10% der Frauen und 3% der Männer von einem Eisen-Mangel betroffen. Der ist jedoch meistens nicht stark ausgeprägt, sodass die Gesundheit darunter nicht leidet. Wird der Mangel nicht rechtzeitig ausgeglichen, drohen aber Symptome wie rissige Haut, Schwäche, erhöhte Infektanfälligkeit und brüchige Haare. Im schlimmsten Fall entwickelt sich eine Blutarmut – die Eisenmangelanämie. Davon ist in Deutschland aber nur jeder hundertste betroffen.

Blutuntersuchung schafft Klarheit

Wer befürchtet, unter einem Eisen-Mangel zu leiden, sucht am besten Rat bei der Hausärzt*in. Denn die Frage, ob der Körper gut mit Eisen versorgt ist, lässt sich mit einer einfachen Blutentnahme beantworten. Wird ein Mangel festgestellt, ist die Einnahme von Eisen-Tabletten und eine eisenreiche Ernährung sinnvoll.

Doch Vorsicht: Ohne Rücksprache mit einer Ärzt*in sind Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen nicht zu empfehlen. Eine Überversorgung des Körpers erhöht möglicherweise das Risiko für Krebs, Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Quellen: Elmadfa und Leitzmann: Ernährung des Menschen, utb, 2019; DGE Referenzwerte; Verbraucherzentrale; BFR; Ökotest

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